„Der Schritt vom öffentlichen Protest zum Zivilen Ungehorsams ist nötig!“ #blockupy2013


Blockupy-Aktive kündigen massenhafte Blockade der EZB an

* „Der Schritt vom öffentlichen Protest zum Zivilen Ungehorsams ist nötig!“

Mit einer massenhaften Blockade der Europäischen Zentralbank in
Frankfurt am Morgen des 31. Mai wollen Aktive des bundesweiten
Blockupy-Bündnisses ein nachdrückliches Zeichen gegen die europaweite
Verarmungspolitik setzen. „Unser Ziel ist es, die EZB so effektiv wie
möglich zu blockieren und ihren Alltag zu stören. Mit Sitz- und
Stehblockaden werden wir alle Korridore zum Eurotower dicht machen“,
kündigte Blockupy-Sprecherin Ani Dießelmann an. „Der Schritt vom
öffentlichen Protest gegen die Krisenpolitik zum Widerstand mit Mitteln
des Zivilen Ungehorsams ist nötig!“

Die EZB steht wie bereits im vergangenen Jahr im Fokus der
Blockupy-Proteste, da sie nicht nur die europäische Krisenpolitik
symbolisiert, sondern nach Ansicht des Bündnisses als Teil der Troika
mit der EU-Kommission und dem IWF ein unmittelbarer Akteur verheerender
Kürzungsprogramme ist. Die Blockade richtet sich ausdrücklich nicht
gegen die Beschäftigten der EZB und in den Bankentürmen.

Die Aktivistinnen und Aktivisten werden von mehreren Punkten aus ins
Bankenviertel strömen. Zugleich rufen sie dazu auf, in kleinen Gruppen
möglichst nah an den Eurotower heranzukommen. „Wir werden die EZB auf
unterschiedlichen Wegen erreichen und sie umzingeln. Dabei lassen wir
uns nicht von Polizeikräften abhalten“, sagte Blockupy-Sprecher Roland
Süß. „Wenn uns die Polizei Gitter und Zäune in den Weg stellt, werden
wird diese Absperrungen in unsere Blockaden einzubeziehen.“ Der
öffentliche und nicht-eskalative Charakter der Aktion solle gerade auch
jenen Menschen eine Teilnahme erleichtern, die bisher noch keine
Erfahrungen mit zivilem Ungehorsam haben.

Wenn die EZB blockiert ist, werden die Aktivistinnen und Aktivisten am
späten Vormittag des 31. Mai einige exemplarische Profiteure der Krise
mit Flashmobs und bunten Aktionen aufsuchen: Die Deutsche Bank, die
Textilgeschäfte der Zeil, die Immobilienwirtschaft und der Frankfurter
Flughafen („Deportation Airport“) stehen laut Blockupy für eine Politik
des globalen Hungers, für die Ausbeutung von Menschen und
Naturressourcen, für Niedriglohn-Arbeit, soziale Ausgrenzung,
Wohnungsnot und eine rassistische Abschiebepolitik.

Die Mobilisierung zu den Aktionstagen läuft auf Hochtouren, bereits
jetzt es gibt zahlreiche Anmeldungen für Camp und Anreise. Bundesweit
finden Aktionen und Veranstaltungen zur Mobilisierung statt.

Hinweis für die Medien:
Die Blockade der EZB wird vom Bündnis öffentlich und offen angekündigt,
Pressevertreterinnen und -vertreter sind daher an den einzelnen Punkten
gerne gesehen.

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1 Kommentar»

  ubeudgen wrote @

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